Weissrußland

2011

Aufklärungsarbeit in Belarus (Weißrussland)

Ziel

Bewusstsein schaffen für die Chancen und Möglichkeiten erneuerbarer Energie in einem Land, das 1986 unter dem ersten „GAU“ eines Atomkraftwerks (Tschernobyl) in der angrenzenden Ukraine zu leiden hatte.

Projekt

Im April 2011 jährte sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 25. Mal. Dies nahmen drei Lektorinnen der Robert Bosch Stiftung in Belarus zum Anlass, in der Woche vom 10.04.-16.04.2011 eine tri-nationale Energie-Werkstatt zu veranstalten. Titel: „Energizer: 25 Jahre nach Tschernobyl – neue Wege der Energiegewinnung“. Hauptziel war dabei, Wissen über erneuerbare Energie zu vermitteln, das bisher sowohl in Belarus als auch in der Ukraine allenfalls rudimentär vorhanden ist. Wie aktuell und brisant das Thema „Energiewende“ ist, wurde dramatischerweise genau einen Monat vor Projektbeginn –  im März 2011 – durch das Reaktorunglück in Fukushima (Japan) ins Bewusstsein gerufen.

30 junge TeilnehmerInnen aus Belarus, der Ukraine und Deutschland setzten sich im ersten Teil der Energie-Werkstatt in Baranowitschi in mehreren Workshops mit dem Reaktorunfall von Tschernobyl auseinander. Im zweiten Teil beschäftigten sie sich in internationalen Gruppen mit dem Thema der Energieversorgung in Gegenwart und Zukunft – global und lokal. Dies geschah in Form einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft aus Belarus. Schließlich wurde der Energiepark „Wolma“, ein Demonstrationspark alternativer Energietechnologien der Internationalen Ökologischen Universität in Minsk, besucht. Viele der TeilnehmerInnen konnten dort zum ersten Mal eine Solar- und Windkraftanlage in Miniaturversion sehen. Ein Planspiel zur internationalen Umwelt- und Energiepolitik und die Erarbeitung mehrerer Präsentationen sowie eines Zeitungsblatts vertieften das neu gewonnene Wissen.

Die Projektbroschüre auf deutsch und russisch sowie der Fernsehbericht des Lokalsenders Intex aus Baranowitschi auf russisch sind hier einsehbar.

Projektbeteiligte

Robert Bosch Stiftung 

Copyright Agnieszka Czenszak