SolGhana – Connecting Schools

Ghana-2

© Foto: Tobias Klaus, ISC Konstanz e. V.

2012

SolGhana – Connecting Schools

Ziele

Austausch vorhandener IT-Geräte einer ghanaischen Schule durch eine energieeffiziente Ausstattung. Stabile Versorgung mit Strom mit einer durch das Projekt aufgebauten Photovoltaikanlage. Informationsvermittlung zu erneuerbarer Energie, gegenseitige Bildung junger Menschen durch Nord-Süd-Partnerschaft.

Projekt

Schüler der neu gegründeten Projektgruppe „Ghana“ des Landesgymnasiums für Hochbegabte (LGH) in Schwäbisch-Gmünd wurden in der Physik der Solarzelle, im Projektmanagement sowie in der Planung und Dimensionierung von PV-Anlagen geschult. Anschließend gaben sie unter Anleitung des ISC Konstanz (International Solar Energy Research Center e. V., gemeinnützig) ihr Wissen an eine Schülergruppe der Partnerschule Nyakrom in Ghana weiter. Gemeinsam bauten sie dort eine Photovoltaikanlage auf. Mit deren Strom wird nun die Schulverwaltung sowie die IT-Infrastruktur (ca. 30 vorhandene PCs) nach Umstellung auf energieeffiziente Geräte und Installation einer Offline-Version von Wikipedia versorgt. So können auch die regelmäßigen Stromausfälle überbrückt werden. Außerdem entwickelten die Schüler eine Lehrplaneinheit zur Photovoltaik, die in der ghanaischen Schule implementiert werden soll. Diese Arbeiten werden unter einer freien Lizenz zur Weiterverwendung in vergleichbaren Projekten veröffentlicht. Das Projekt ist sowohl in Deutschland als auch in Ghana vielfältig vernetzt (z. B. Afrisolar-Netzwerk www.afrisolar.org, Universität Kumasi – Fachbereich Physik u. a.).

Projekthintergrund: In Ghana haben in den ländlichen Gebieten lediglich ca. 5 % der Bevölkerung im Norden und 25% im Süden Zugang zum Stromnetz. Insbesondere in der Trockenzeit kommt es zu häufigen, teilweise mehrere Stunden dauernden Stromausfällen. Die Netzspannung schwankt, was die Lebensdauer der angeschlossenen Geräte verkürzt. Ghana zählte 2011 zu den weltweit wachstumsstärksten Volkswirtschaften, der Bedarf an Strom steigt. Neben den vorhandenen großen Wasserkraftwerken sollte der wachsende Strombedarf daher künftig aus möglichst verschiedenen Quellen erneuerbarer Energien gedeckt werden.

Projektbeteiligte

ISC Konstanz e. V.

Copyright Tobias Klaus, ISC Konstanz e. V.