Hauswirtschaftstechnik

2001

Niedertemperatur-Wäschetrockner

Ziel

Umbau eines marktüblichen Wäschetrockners zum Anschluss an das vorhandene Blockheizkraftwerk und Nutzung der Abwärme  zur Reduktion der Energiekosten und des CO2-Ausstoßes in der katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg.

Projekt

Industriestandard-Wäschetrockner für Wäschereien arbeiten mit Hoch- bzw. Niederdruckdampf als Wärmeträger, welcher durch Gas oder Öl bei hoher Temperatur hergestellt wird. Auch direkte Verbrennung von Gas ist üblich. Im Haushaltsbereich wird sogar die Edelenergie Strom für diesen Zweck verheizt.

Um hochwertige Energie einzusparen, wurde ein umgebauter, mit niedrigeren Temperaturen auskommender Wäschetrockner – wenn auch auf Kosten der Trocknungszeit – an ein vorhandenes Blockheizkraftwerk (BHKW) angeschlossen. So konnte die Abwärme zu Trocknungszwecken genutzt werden, was die Energiekosten um rund die Hälfte senkte. Auch die Einbindung von Solarenergie wäre denkbar.

Über die Umwelterklärung der katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg, durch Führungen von Besuchergruppen sowie Pressearbeit fand die Idee Verbreitung. Im Jahr 2012 wurde der Trockner nach 11 Jahren Betriebszeit ersetzt.

Eckdaten

  • Benötigte elektrische Endenergie im Vergleich zum konventionellen Elektrotrockner: 1/5
  • Füllgewicht: 10 kg Wäsche (trocken)
  • Restfeuchte: 50%
  • Trommelvolumen: 250 l
  • Steuerung: elektromechanisch mit Zeitglied
  • Wärmequelle: Blockheizkraftwerk (BHKW); Vorlauftemperatur 90°C , Rücklauftemperatur 70°C
  • Wärmeauskopplung über: Wasser-Luft-Wärmetauscher (Kreuzstrom); Leistung 8,6 kWh
  • Elektrische Leistungsaufnahme ca.: 1,2 kW für Antrieb und Gebläse (herkömmliches Gerät: 13,5 kW)
  • Externes Gebläse: Luftmenge 700-800 qm/h (Frischluft und Umluft)
  • Stellfläche: 900 mm x 900 mm
  • Material: Unterbau Stahlbleck verzinkt, Trommel Edelstahl, Luftführung Stahlbleck verzinkt

Projektbeteiligte

HT HelioTech GmbH

Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg i. Br.