Seit 20 Jahren engagiert

Errichtung der Stiftung

Im Jahr 1997 wurde die gemeinnützige VRD Stiftung für Erneuerbare Energien gegründet. Aus Überzeugung gab der Stifter eigenes Vermögen aus der Hand und vertraute es der Stiftung an, damit die Erträge künftig zuverlässig zur Verbreitung erneuerbarer Energie beitragen. Mehrere Gründe führten ihn zu diesem Entschluss:

  • Das Erlebnis der Ölkrise 1973 machte spürbar, dass fossile Ressourcen endlich sind und eine hohe Abhängigkeit von den wenigen fördernden Staaten besteht.
  • Eigene Erfahrungen mit Radioaktivität: im Rahmen seines Chemiestudiums nahm er 1965 an einem Radiochemiekurs im Kernforschungszentrum Karlsruhe teil. Beim Besuch des damals neu fertiggestellten Mehrzweck-Forschungsreaktors erlitten die Studenten durch unsauberes Arbeiten Verstrahlungen. Auch mehrmalige Waschungen ließen die Geigerzähler nicht verstummen. Die Studenten erlebten die Unbeherrschbarkeit der Radioaktivität.
  • Die Besprechung des Buches „Sonnenstrategie – Politik ohne Alternative“ des ihm damals noch unbekannten Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer Anfang der 1990er Jahre überzeugte ihn von diesem Zukunftsweg.
  • Das Buch „Der stumme Frühling“ von Rachel Carson erzählte, was er erlebte: als Natur verbundener Mensch konnte er seinen Kindern nicht mehr die Fülle an Schmetterlingen und anderen Tieren zeigen, die seine eigene Kindheit begleitet hatten. Die Umweltzerstörung war spürbar geworden.

Diese Erfahrungen führten ihn zu einem konsequenten Umdenken. So ließ er bereits Mitte der 70er Jahre an seinem damaligen Haus Vorbereitungen für Sonnenkollektoren treffen und stattete weitere Immobilien mit erneuerbarer Energie aus. Zur damaligen Zeit bedeutete dies noch, Widerstände zu überwinden statt Förderungen zu erhalten. Was im Kleinen begann, führte er in größeren Vorhaben fort und unterstützte vor allem solare Großanlagen zur direkten Stromerzeugung. Weitere Beteiligungsprojekte für die Verbreitung von Solarenergie folgten. Im Laufe der Zeit entwickelte er seine Überzeugung zur Lebensaufgabe, die er 1997 auf seine Stiftung übertrug.

Wichtige Stationen:

  • Seit 20 Jahren Engagement für erneuerbare Energie sowohl im privaten Bereich als auch über die VRD Stiftung.
  • Ab 1996 wirkte er immer wieder an der Kampagne der Schönauer Stromrebellen „Ich bin ein Störfall“ mit. 1999 wurde er durch die Schönauer Energieinitiativen mit der zum ersten Mal verliehenen Bezeichnung „Stromrebell“ ausgezeichnet.
  • Seit Anfang der 1990er Jahre Ermöglichen von ersten Gemeinschaftsbeteiligungs-Solaranlagen (Regio-Solarstromanlagen in Freiburg)
  • Ende 1997: Gründung der VRD Stiftung für Erneuerbare Energien: Förderung zahlreicher Projekte, Veranstaltungen und Publikationen zu erneuerbarer Energie im In- und Ausland
  • 2000: Deutscher Solarpreis von EUROSOLAR e. V. für die energetische Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes hin zum Null-Emissionshaus (Altbau) in Freiburg
  • 2004: Hauptpreis „EKOTOPFILM“ – Filmpreis des slowakischen Umweltministers für die Projektdokumentation „Vom Landwirt zum Energiewirt“ der VRD Stiftung für Erneuerbare Energien
  • 2005: Plakette zum Deutschen Solarpreis von EUROSOLAR e. V. für energetische Gebäudesanierung eines Hauses in Freiburg (3 Sonnenkollektoren zur Warmwassergewinnung und Heizungsunterstützung, Regenwassernutzung, BHKW mit reinem Rapsöl)
  • 2014: Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg „in Anerkennung der vielfältigen Verdienste als Pionier für erneuerbare Energie und die Energiewende“

Eine chronische, schwere Krankheit hindert den Stifter seit langem daran, Vorträge zu halten und selbständig Publikationen zu verfassen.

„Alles, was Du tun kannst,
wird in Anschauung dessen,
was getan werden sollte,
immer nur ein Tropfen statt
eines Stromes sein; aber es
gibt Deinem Leben den
einzigen Sinn, den es haben kann
und macht es wertvoll.“
Albert Schweitzer, 1919